03. April 2025 | 13:00 Uhr

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Winter-Wahnsinn

Schnee und Frost: Kaltfront-Kracher rast jetzt auf Österreich zu!

In der zweiten Wochenhälfte genießt ganz Österreich vorübergehend freundliches Frühlingswetter. Das Hochdruckgebiet NOEMI bringt Temperaturen von bis zu 23 Grad im Süden.  

Nach Angaben der Experten der Österreichischen Unwetterzentrale steht jedoch am Sonntag ein markanter Kaltlufteinbruch bevor, der vor allem den Osten des Landes trifft. Zu Wochenbeginn wird es dann auch in tieferen Lagen frostig. 

Wetterumschwung am Wochenende

In den letzten Wochen dominierte eine südliche bis östliche Strömung, weshalb der März trotz wechselhafter Wetterphasen insgesamt zu warm ausfiel. „Das frühlingshafte Wetter hält noch bis Samstag an, dann dreht die Strömung auf Nord, und am Sonntag strömt arktische Luft in den Osten Österreichs“, erklärt Meteorologe Nikolas Zimmermann von der Österreichischen Unwetterzentrale. „Solche Kaltlufteinbrüche im April sind nicht ungewöhnlich, dieser fällt aber aufgrund der vorhergehenden Wärmeperiode mit einem Temperatursturz von bis zu 15 Grad besonders heftig aus.“ In der darauffolgenden Woche steigen die Temperaturen langsam wieder an. 

 

 

 

Arktische Kaltluft bringt Frost und Schnee

Der Freitag und zumindest ein Teil des Samstags bleiben sonnig und mild, mit Höchstwerten zwischen 15 und 20 Grad. In Kärnten und der Südsteiermark sind sogar bis zu 23 Grad möglich. Doch schon im Laufe des Samstags beginnt sich die Luftmasse in Ober- und Niederösterreich sowie in Wien abzukühlen. In der Nacht auf Sonntag erfasst die Kaltluft dann weite Teile des Landes. Während sich der Temperatursturz im Westen mit rund 8 Grad noch in Grenzen hält, sinken die Werte von Salzburg ostwärts um bis zu 15 Grad. In Graz etwa werden am Samstag noch 22 Grad erwartet, am Sonntag nur noch maximal 9 Grad. 

 

 

 

Die einströmende arktische Luft ist kalt, aber auch sehr trocken. Daher sind nur geringe Niederschlagsmengen zu erwarten. Während auf den Bergen nur wenige Zentimeter Schnee fallen, können zumindest kurzzeitig auch im östlichen Flachland Schneeflocken auftauchen. 

Kaltes Wetter für den Vienna City Marathon

Beim 42. Vienna City Marathon müssen sich die Teilnehmer auf kaltes Wetter einstellen. „Zum Start liegen die Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, und auch im Laufe des Vormittags bleibt es mit maximal 5 Grad sehr kühl“, so Zimmermann. Dazu weht ein kräftiger Nordwestwind, der die gefühlte Temperatur noch weiter nach unten drückt. Dies sind keine optimalen Bedingungen für neue Laufrekorde, da die trockene Luft und der teilweise starke Gegenwind die Läufer zusätzlich fordern werden. 

Frostgefahr zu Wochenbeginn

In der Nacht auf Sonntag rutschen die Temperaturen im Nordosten gebietsweise in den Minusbereich, etwa vom Mühlviertel bis ins Weinviertel sowie im südlichen Wiener Becken.

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Die Prognose der Tiefstwerte in der Nacht auf Montag.

Die kälteste Nacht steht jedoch erst bevor: In der Nacht auf Montag sinken die Temperaturen mit wenigen Ausnahmen in fast ganz Österreich unter den Gefrierpunkt. In manchen Alpentälern, im Mühlviertel und im Oberen Waldviertel sind sogar Werte um -5 Grad möglich.

 

Besonders die Marillenbäume, die derzeit in Vollblüte stehen oder bereits verblüht sind, sind durch diese frostigen Temperaturen gefährdet. „In windexponierten Lagen wie im östlichen Flachland kann der Nordwestwind die Pflanzen allerdings vor noch stärkeren Frösten schützen“, so Zimmermann.

Klimawandel erhöht Spätfrost-Risiko

Der Klimawandel hat in den letzten Jahrzehnten sowohl den Vegetationsbeginn als auch den letzten markanten Frost im Frühjahr nach vorne verschoben. Allerdings verläuft dieser Prozess nicht gleichmäßig: Der Vegetationsbeginn tritt inzwischen deutlich früher ein, während sich das Datum des letzten Frosts nur um wenige Tage verändert hat.

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Der Trend von Frostgefahr und Vegetationsbeginn vom 1. Jänner 1876 bis zum 15. März 2025. 

„Dadurch hat sich das Zeitfenster zwischen Vegetationsbeginn und Spätfrösten verkürzt, was die Gefahr von Frostschäden in der Landwirtschaft erhöht“, erklärt Zimmermann.

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Der Trend von Vegetationsbeginn und die Frostgefahr in Graz von 1901 bis 2020.

So hat sich beispielsweise der Vegetationsbeginn in Graz seit den 1970er-Jahren von Ende März auf Mitte März vorverlagert, während der letzte nennenswerte Frost weiterhin meist Mitte März auftritt.

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Sehr sonnig, 2/19°

Von Vorarlberg bis ins Burgenland scheint verbreitet die Sonne, nur vereinzelt ziehen Wolken durch. Am Nachmittag bilden sich vor allem im Bergland vereinzelt ein paar Quellwolken. Es bleibt aber meist trocken. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nord bis Ost. Die Frühtemperaturen liegen zwischen minus 2 und plus 6 Grad, die Tageshöchsttemperaturen erreichen 14 bis 22 Grad.
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