27. März 2025 | 12:15 Uhr

Flammen-Inferno
Schlimmste Waldbrände in der Geschichte Südkoreas: 26 Tote, Tempel zerstört
Die verheerendsten Waldbrände in der Geschichte Südkoreas wüten weiterhin und haben bereits schwere Zerstörungen angerichtet.
Trotz vorhergesagter Regenfälle bleibt die Lage kritisch.
❗️???????? - At least 16 people have died in wildfires across South Korea as of March 25, 2025.
— ????????The Informant (@theinformant_x) March 25, 2025
A massive fire that started in Uiseong, North Gyeongsang Province, has been spreading for four days, reaching Andong, Cheongsong, Juwangsan National Park, Yeongyang, and Yeongdeok.
The… pic.twitter.com/2PfbUdhwu6
Zahl der Todesopfer steigt weiter
Die Waldbrände in Südkorea haben bisher mindestens 26 Menschen das Leben gekostet. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Yonhap wurden zudem 30 weitere Personen verletzt. Die Flammen haben bereits eine Fläche von rund 36.000 Hektar vernichtet. Zum Vergleich: Das entspricht fast der Hälfte der Fläche Hamburgs. Damit handelt es sich um die bislang größten Brände in der Geschichte des Landes.
A helicopter crashed in South Korea on March 26, 2025, killing the pilot while battling deadly wildfires in Uiseong.
— FL360aero (@fl360aero) March 26, 2025
The helicopter involved in the accident was manufactured in 1995 and operated for nearly 30 years.
The fires, the worst in decades, have killed 24, displaced… pic.twitter.com/ZfWW8t1UF8
Unter den Totel befand sich auch ein in Pilot. Dieser stürzte in mit seinem Hubschrauber ab, während er gegen die tödlichen Waldbrände in Uiseong kämpfte. Der am Unfall beteiligte Hubschrauber wurde 1995 hergestellt und war fast 30 Jahre lang im Einsatz.
Feuer weiterhin außer Kontrolle
Trotz intensiver Löscharbeiten breiten sich die Brände unkontrolliert weiter aus. Für die betroffenen Regionen im Südosten des Landes sind zwar leichte Regenfälle vorhergesagt, doch Experten gehen davon aus, dass diese nicht ausreichen werden, um die Brände entscheidend einzudämmen.
Zehntausende Menschen auf der Flucht
Rund 37.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und wurden in Notunterkünfte gebracht. Zusätzlich zu den Waldbränden haben einige betroffene Regionen mit Wassermangel und Stromausfällen zu kämpfen.
Jahrhundertealte Kulturstätten zerstört
Neben der Zerstörung weiter Landstriche fielen die Flammen auch bedeutenden Kulturstätten zum Opfer. Ein mehr als 1000 Jahre alter Tempel wurde vollkommen zerstört. Zudem ist das historische Hahoe-Dorf, das seit 2010 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, stark von den Bränden bedroht. Die dort lebenden Menschen wurden angewiesen, ihre Häuser zu verlassen.
1000 year old Temple consumed by wildfire
— Volcaholic ???? (@volcaholic1) March 23, 2025
Thousand-year-old Unramsa Temple on Cheondeungsan Mountain South Korea, was completely destroyed by a forest fire yesterday. It quickly spread due to strong winds, burning down both the main building and its outbuildings.
“Before the… pic.twitter.com/X5Bk6aTjUy
Ursachen der Brände
Das Feuer brach am Freitag im Landkreis Sancheong aus, rund 250 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Seoul (Südkorea). Starke Winde und anhaltende Trockenheit haben zur schnellen Ausbreitung beigetragen. Waldbrände sind in Südkorea während Dürreperioden nicht ungewöhnlich, doch Experten weisen darauf hin, dass steigende Durchschnittstemperaturen und zunehmende Extremwetterlagen das Risiko für Brände erhöhen. Wissenschaftler sehen darin auch eine Folge des fortschreitenden Klimawandels.